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FBB - Familiäre Bereitschaftspflege

Am 26.05.2010 gab es den Startschuss für das neue Angebot des Bethanien Kinderdorfes Bergisch Gladbach in einer Pressekonferenz

“Familiäre Bereitschaftsbetreuung“ für Kinder in Krisensituationen

Das Bethanien Kinder- und Jugenddorf Bergisch Gladbach geht neue Wege

Über 30.000 mal mussten Jugendämter in Deutschland im letzten Jahr Kinder und Jugendli-che in Obhut nehmen, um sie zu schützen. Oftmals von “jetzt auf gleich“. Kinder aus akuten Krisensituationen. Kinder, die einen Ruheraum finden müssen, wo man sich um sie kümmert, ihnen Alltag möglich macht, um dann zu entscheiden, wie Ihnen langfristig weiter geholfen werden kann.

Kinder, die so plötzlich aus ihrem bisherigen Leben gerissen werden, brauchen Menschen oder Familien, die sie auffangen. Das Bethanien Kinder- und Jugenddorf Bergisch Gladbach bietet nun seit Ende Mai diesen Jahres vorrangig für den Einzugsbereich der Stadt Bergisch Gladbach, aber auch die umliegende Region “Familiäre Bereitschaftsbetreuung (FBB)“ an. Dieses Angebot bildet einen weiteren Baustein im breiten Spektrum erzieherischer Hilfen mit dem besonderen Schwerpunkt familiennaher und familienanaloger Jugendhilfemaßnahmen.

FBB

Dem Startschuss am 26. Mai 2010 ging eine längere Phase der Vorbereitung und Detailplanung voraus: der Jugendhilfeausschuss der Stadt Bergisch Gladbach hatte gut zwei Jahre vorher beschlossen, den Fachbereich Pflegekinder seitens des Jugendamtes neu aufzubau-en, die “Familiäre Bereitschaftspflege“ aber in die Hände eines freien Trägers zu legen. Als einer der größten Jugendhilfeträger in der Stadt war dies eine neue und zu unserem Kinder- und Jugenddorf passende Herausforderung. Schnell haben wir entsprechende Fachgespräche aufgenommen, ein Konzept entwickelt und die fachlichen Voraussetzungen geschaffen.

Was ist “Familiäre Bereitschaftsbetreuung“ nun genau:

• Familiäre Bereitschaftsbetreuung ist eine zeitlich begrenzte Betreuungsform mit krisenintervenierendem Charakter.
• Kinder im Alter von 1 - 12 Jahren finden in einer aktuellen Problemsituation Schutz und Unterbringung an einem familiären Lebensort.
• Speziell ausgewählte und für diese besondere Aufgabe geeignete Personen oder Familien helfen den Kindern in einem Zeitraum, der in der Regel 12 Wochen nicht überschreiten soll, die belastende Übergangssituation zu bewältigen.
• In dieser Zeit wird entschieden, ob sie in ihre Herkunftsfamilie zurückkehren können oder in eine geeignete Folgehilfe außerhalb ihrer Familie übernommen werden.
• Die Betreuungsfamilien sollten möglichst in einem Umkreis von ca. 25 km rund um das Bethanien Kinderdorf wohnen und sie werden vom Fachdienst des Bethanien Kinder- und Jugenddorfes ausgewählt, vorbereitet und intensiv begleitet. Die Projektleiterin Susanne Krakau wird dabei unterstützt durch eigens eingestellte FBB-Fachkräfte.

Natürlich erhalten die Betreuungsfamilien selbst für jeden Tag, an dem sie ein Kind betreuen, eine deutliche finanzielle Unterstützung für das besondere Engagement und die hohe Flexi-bilität, die mit dieser Aufgabe verbunden sind.

Unsere erste Aufgabe ist es nun, motivierte und geeignete Familien zu finden, die sich dieser Aufgabe stellen möchten. Dazu haben u. a. einen Flyer erstellt, auf dem alles Wissenswerte zu finden ist. Haben Sie weitergehende Fragen, dann rufen Sie uns einfach an. Wir freuen uns über Ihr Interesse.

Martin Kramm
Kinderdorfleiter

Hier finden Sie die Präsentation von der Pressekonferenz. (Achtung 4 MB!)

Ebenso können Sie sich die Pressemitteilung herunterladen.

Den Flyer können sich sich hier herunterladen.

FBB-Flyer
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