Unser Leben - wie wir es teilen.

- Geschäftsführer Werner Langfeldt
In unseren Kinderdörfern leben wir genau so, wie wir heißen: in kleinen Dörfern. Mit Familien oder Wohngruppen oder Lebensgemeinschaften. Hier hört man gerne einmal ein afrikanisches Sprichwort, das heißt: "Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind groß zu ziehen". Dieses Sprichwort gefällt uns so gut, weil es unser Leben so genau trifft. Denn unsere Dörfer sind dazu da, Kindern ein Aufwachsen zu ermöglichen, die nicht mehr mit ihren leiblichen Eltern zusammenleben können. Und sie sollen Heimat sein für alle, die hier wohnen.
Wie in einem richtigen Dorf gibt es in der Mitte eine kleine Kirche. Und Spielplätze, Spielecken, Angebote für Sport oder Freizeit. Und wir haben alle eine große Aula für gemeinsame Feiern.
In unseren Kinderdorffamilien wohnen erwachsene Pädagoginnen mit ihren Kindern und Jugendlichen wie in einer Familie zusammen. Das sind unsere Kinderdorfmütter. Manchmal sind es auch Ehepaare als Kinderdorfeltern. Die Kinder bleiben meist so lange in ihrer Familie bis sie als junge Erwachsene in eine eigene Wohnung ziehen können.
In unseren Wohngruppen leben Kinder und Jugendliche, deren Aufenthalt bei uns in seiner Dauer noch nicht so klar ist oder die aufgrund ihrer Geschichte und ihres Alters nicht in einer Familie leben möchten oder sollen. Diese Kinder und Jugendlichen leben in einer Wohngruppe mit Erzieherinnen und Erziehern zusammen in einem Haus, das ihr Zuhause ist. Die erwachsenen Pädagogen wechseln sich in ihren Diensten ab. Auch hier ist Beziehung wichtig, es sind immer die gleichen Pädagogen.
Darüber hinaus gibt es noch ganz viele andere, unterschiedliche Formen des Lebens mit oder der Betreuung von Kindern und Jugendlichen. Dazu gehören Tagesgruppen, deren Kinder abends wieder zu ihren Eltern gehen. Oder spezielle Gruppen nur für Mädchen oder nur für Jungen. Oder sozialpädagogische Lebensgemeinschaften. Oder es gibt betreutes Wohnen oder Trainingswohnen für die Jugendlichen, die kurz davor sind, uns verlassen zu können, weil sie erwachsen werden.
Zu jedem Bethanien Kinderdorf gehört auch eine Schwesterngemeinschaft, die gemeinsam mit den Familien und Gruppen das Kinderdorf als ihren Wohn- und Lebensort teilen. Zu den Kinderdörfern gehören Außengruppen dazu, die etwas außerhalb des Dorfgeländes leben, ideell und organisatorisch aber ein Teil Kinderdorfes sind.
Gemeinsam ist allen, die im Kinderdorf wohnen und arbeiten, die Verbindung im christlichen Glauben und der Einsatz für eine gute Entwicklung benachteiligter Kinder.

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