Kinderdorffamilie

Eine Kinderdorffamilie ist eine Lebensgemeinschaft aus Kindern und Erwachsenen. Die Erwachsenen sind päda-gogisch ausgebildete Frauen oder Ehepaare, die in einer häuslichen Gemeinschaft mit den Kinderdorfkindern zusammen wohnen und leben.

Das bedeutet konkret, alles, was in einer Familie geschieht, muss auch hier getan werden: Kochen, Waschen, Putzen, Einkaufen, Hausaufgaben machen, Spielen, Singen und Musizieren mit Großen und Kleinen, zu Bruch gegangenes reparieren, Pläne schmieden, Erzählen und Schweigen, Feste feiern, schwierige Stunden und Zeiten gemeinsam durchstehen.

Durch die im Haus mitwohnende Bezugsperson - oder das Ehepaar - wird eine besondere pädagogische Kontinuität möglich. Beziehungen und Bindungen können entstehen. Die Erwachsenen vermitteln Vertrauen, Liebe, Schutz und Geborgenheit .

Jede Kinderdorffamilie lebt in einer eigenen, in sich abgeschlossenen Wohneinheit und organisiert ihren Haushalt selbst. Die Zusammensetzung der Kinder in der Kinderdorffamilie ist alters- und geschlechtsgemischt.

Pädagogische und hauswirtschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Kinderdorffamilien tätig.

Die Kinder und Jugendlichen, die bei uns wohnen, können so ein Zuhause finden. Die Aufnahme von Geschwister-gruppen stellt einen besonderen Schwerpunkt für die Aufnahme dar. Die Kinder, die in die Kinderdorffamilie aufgenommen werden, sind zwischen 0 und 12 Jahren alt. Die für die Kinder wichtigen Bezugspersonen (Eltern, Großeltern, Pflegefamilien) werden im Rahmen der Eltern- und Familienarbeit in die Erziehung einbezogen.


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