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Published by Ann-Katrin Roscheck at 7. November 2016
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  • Kinderdorf Schwalmtal
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  • Bethanien Kindertagesstätten
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  • Kindertagesstättenpädagogik
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  • St. Michael
  • teiloffenes Konzept

Thorsten Aymanns segnet die neuen Räumlichkeiten in der Bethanien Kindertagesstätte St. Michael

Die Bethanien Kindertagesstätten schaffen Raum für Kinder: Einsegnung des Anbaus in Sankt Michael und Konzeptumstellung in allen drei Bethanien Kindertagestätten

Stolz singen die Kinder der Bethanien Kindertagesstätte Sankt Michael vor ihrem Publikum: Ganz besonders begrüßen sie heute Bürgermeister Michael Pesch und Pfarrer Thorsten Aymanns, die gekommen sind, um gemeinsam mit den Kindern, den Eltern, den Mitarbeitern und Kinderdorfleiter Dr. Klaus Esser die Einsegnung des Anbaus der Kita an der Schulstraße zu feiern.

„Wir sind der Meinung, dass die Fähigkeiten der Kinder steigen, wenn sie Spaß an dem haben, was sie tun.“

Als größter freier Kitaträger hat Bethanien damit auf die steigende Nachfrage nach U3-Plätze reagiert: In nun vier Gruppen finden 68 Kitakinder nun einen Platz. Finanziert wurde der Umbau durch Landesmittel des U3-Ausbauprogramms und mit zehn Prozent Eigenkapital des Trägers. „Der Anbau hat uns nicht nur ermöglicht, eine neue Gruppe einziehen zu lassen, sondern auch, am nördlichen Teil der Kita zwei Schlafräume zu schaffen“, erklärt Gesamtleitung Katrin Wohkittel. „Außerdem hat die Kita nun eine zweite Etage, in der sich Besprechungsräume befinden.“ Parallel zum Umbau hat eine Konzeptumstellung in allen drei Bethanien Kindertagesstätten stattgefunden: Die Kitas arbeitet nun teiloffen. Partizipation steht hier im Vordergrund. „Wir sind der Meinung, dass die Leistungen und Fähigkeiten der Kinder steigen, wenn sie Spaß an dem haben, was sie tun“, erklärt Gesamtleitung Katrin Wohkittel. „So stärken wir die Ressourcen der Kinder spielerisch.“ Jedes Kind hat feste Bezugserzieher, die nicht nur Ansprechpartner für die Kinder sind, sondern auch die Entwicklung der Heranwachsenden im Blick behalten. Es gibt einen Mittagskreis und ein gemeinsames Mittagessen, ansonsten sind die Türen in den Kitas offen und unterschiedliche Kreativ-, Konstruktions- und Bewegungsräume laden ein, zu entdecken, zu spielen und kennenzulernen.

Bezugserzieher überprüfen die Entwicklungen der Kinder

„Es gab vorab viele Gespräche mit den Eltern und ich habe oft von der Angst gehört, dass die Kinder nicht genug gefördert werden“, beschreibt Katrin Wohkittel. „Diese Angst können wir den Eltern nehmen: Neben den Bezugserziehern achten auch feste Erzieher in den einzelnen Angeboten auf die Entwicklung.“ Jedes Kind werde dabei individuell betrachtet, verspricht Wohkittel. „Als Einrichtungen, die auch inklusiv betreuen, haben wir eine besondere Verantwortung.“

Ein Jahr lang haben sich die Pädagogen auf die Umstellung des Konzeptes vorbereitet: Es gab Fortbildungen, Raumplanungen und auch die Kinder wurden in die Umgestaltung miteinbezogen. Auch die Regeln in den Kitas haben sich verändert, erklärt die Leitung: „Es gibt deutlich mehr Regeln als vorher, alle haben wir gemeinsam mit den Kindern entwickelt.“ Die Bethanien Kindertagesstätten vertreten, dass Beteiligung und Demokratie schon in den Kinderschuhen ihren Anfang finden.

Bei den Kindern kommt das neue Konzept gut an: Sie finden neue Spielpartner, probieren sich aus, werden selbstständiger und sammeln Selbstvertrauen. „Die Umstellung bleibt natürlich weiterhin ein Prozess“, ist sich Katrin Wohkittel sicher. „Auch wir lernen noch, an welchen Stellen es Veränderung bedarf.“

Im Jahr 2013 hat das Bethanien Kinderdorf die Trägerschaft der Kindertagesstätte St. Michael übernommen, mit der Kindertagesstätte St. Gertrudis in Dilkrath und der Kindertagesstätte Kaiserpark mit angeschlossenem Familienzentrum bietet das Bethanien Kinderdorf insgesamt über 180 Kitaplätze.

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Ann-Katrin Roscheck

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