

Drei Mal im Jahr veröffentlichen wir mit der Hilfe von externen Sponsoren ein Kinderdorfmagazin, den Kidoblick, um über das Leben in den Kinderdörfern zu informieren, aber auch um Fachthemen auszuführen. Diese Fachthemenbeiträge stellen wir Ihnen in unserem Neuigkeitenportal zur Verfügung.
Angenommen – Angekommen
Wie bereitet sich eine Familie oder Wohngruppe auf ein neues Kind vor?
Das Telefon klingelt. Es ist unsere Erziehungsleiterin. Ein Jugendamt hat eine Aufnahmeanfrage gestellt für ein Kind, dass gerade in Obhut genommen wird. Wir stimmen der Aufnahme zu. Dann geht alles sehr schnell. In der Regel ist das Kind ein bis zwei Stunden später bei uns. Wenn die anderen Kinder zu Hause sind, sind sie die ersten, die von der Neuaufnahme hören. Danach beginnen wir mit der Vorbereitung. Das Zimmer wird hergerichtet. Das Bett wird bezogen und ein Kuscheltier (wir haben für diesen Fall immer eins im Haus) wird darauf gesetzt. Wir schauen in unser
Ich habe mir nie die Frage gestellt, ob wir ein Kind, das in Obhut genommen wurde, aufnehmen oder nicht. Mir wurde mit der zunehmenden Anzahl an Inobhutnahmen deutlich, dass ich gerne ein Kind nehme über das ich so wenig weiß und mir gar nicht erst ein Bild machen kann. Ich denke nicht darüber nach, ob das Kind wegen seiner Besonderheiten wohl in unsere Gruppe passt. Ohne viel über die Umstände zu wissen, ist es einfach ein Kind, dass genau jetzt Hilfe braucht. Ein Kind, das das Recht hat versorgt und umsorgt zu werden. Ein Kind, das das Recht auf Schutz und Geborgenheit hat. Und genau das ist es, worin ich meine Aufgabe und Berufung im Bethanien Kinderdorf sehe.
Sabine Hundelt (Wohngruppe Birkenhaus, Kinderdorf Schwalmtal)