Page 3 - Bethanien Kinderdörfer Anregungs- und Beschwerdemanagement
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1 Grundhaltung zum Umgang mit
Anregungen und Beschwerden
Anregungen und Beschwerden von Eltern, Sorgeberechtigten und weiteren externen Personen
und Kooperationspartnern im Rahmen der Jugendhilfe sind wichtige Bausteine der kritischen
Fremd- und Selbstreflexion und als Anregungen und Hilfen zur qualitativen Verbesserung der je
eigenen Haltung und konkreten Arbeit zu betrachten. Für Kinder und Jugendliche ist die Einbe-
ziehung ihrer Eltern und Familien zudem ein bedeutender Faktor, der sich auf ihre eigene Betei-
ligung positiv auswirkt. Eltern und Familien sind stets dort, wo es um Verantwortung für ihr Kind
oder für sich selbst geht, beteiligt. Die Kooperation mit Eltern und Familien findet ihren Ausdruck
nicht nur bei der Beteiligung am Hilfeplanverfahren, sondern in vielfältigen Formen, je nach Be-
ziehungsintensität und Vereinbarung z.B. bei Besuchskontakten, dem Miterleben von wichtigen
Entwicklungsschritten der Kinder und in der Beteiligung an pädagogischen Fragestellungen und
Entscheidungen.
Die Umsetzung von Beteiligung im Alltag setzt eine bewusste Haltung zur Beteiligungsorientie-
rung eines jeden Einzelnen voraus. In unseren Kinderdörfern geht es um eine beteiligungsför-
dernde Organisationskultur, in der durch ineinandergreifende Abstimmungsprozesse zur
Personal-, Organisations- und Qualitätsentwicklung ein Mitgestalten für alle Beteiligten möglich
und selbstverständlich ist. Um diese Perspektive einnehmen zu können, bedarf es zum einen
klarer Wege und Strukturen vor dem Hintergrund einer Kultur des Dialogs, zum anderen der
Offenheit und Bereitschaft aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Anregungen und Beschwerden
im Rahmen dieses Beschwerdemanagements konstruktiv anzunehmen und gewinnbringend
umzusetzen.
Im Sinne der Selbstverpflichtung des BVkE, des Bundesverbandes katholischer Einrichtungen
und Dienste der Erziehungshilfen e.V., legen wir, die Bethanien Kinder- und Jugenddörfer, hier-
mit einen weiteren Baustein unseres Anregungs- und Beschwerdemanagements vor. Seine
permanente Weiterentwicklung ist ebenso notwendig wie die regelmäßige Überprüfung seiner
praktischen Umsetzung im Lebensalltag unserer Institution, Gruppen- und individuellen Betreu-
ungs-Settings.
2 Anregungen und Beschwerden
von Eltern, Sorgeberechtigen und weiteren Personen
Information der Sorgeberechtigten
Die Eltern erhalten im Rahmen des Aufnahmeverfahrens des Kindes einen Infobrief mit einem
umseitig eingedruckten Formular, in dem u.a. die verschiedenen Möglichkeiten einer Anregung
oder Beschwerde skizziert werden (siehe Anlage 3.1. und 3.2.). Diese Formulare sind auch im
Download-Bereich unserer Homepage zu finden.

